Erstmals GGW-Förderpreis vergeben – Felix Krieger ausgezeichnet
Die Gesellschaft für Geschichte des Weines e. V. (GGW) hat auf ihrer Jahrestagung in Sursee im Schweizer Kanton Luzern erstmals den GGW-
Förderpreis für herausragende weinhistorische Arbeiten vergeben.
Laureat ist Felix Krieger für seine von der Jury als „eindeutig hervorragend“ bewertete Masterarbeit „Schloss Vollrads 1808-1860. Ökonomie eines Gutes“.
Mit dem neu geschaffenen, mit 1.000 € dotierten Preis will die GGW gezielt den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern und die Weingeschichte als Forschungsfeld stärken. Der Preis richtet sich an Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen einschlägiger Studiengänge.
Felix Krieger studierte Geschichte an der Universität Frankfurt am Main und schloss dort 2025 seine nunmehr prämierte Masterarbeit ab. Seither ist er am Frankfurter Institut für Bank- und Finanzgeschichte e. V. als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig.
Seine unternehmenshistorische Abschlussarbeit beschäftigt sich mit den wirtschaftlichen Entwicklungen des Gutes Schloss Vollrads im Rheingau in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, das damals noch kein reines Weingut war. Die Arbeit gibt einen fundierten Einblick in die Gesamtheit der Wirtschaftsfelder des Gutes und erlaubt es, hierin die Bedeutung der Weinproduktion einzuordnen. Anhand der praktisch vollständig erhaltenen Rechnungsbücher und sonstiger Buchführung war es Felix Krieger möglich, die wirtschaftliche Situation von Schloss Vollrads bis ins Detail darzustellen.
Mit 283 Seiten herausragend ist schon der Umfang dieser Masterarbeit, ebenso das umfassende Quellenstudium mit rund 100 Literaturzitaten und fast 60 Seiten Tabellenanhang. Die Jury lobte diesen für eine Masterarbeit ungewöhnlichen Materialreichtum, dessen mühevolle Aufbereitung sowie die Tiefe der Analyse. Unter Einbeziehung historischer Aspekte der Zeit und familiengeschichtlicher Zusammenhänge – Inhaber war die Familie Greiffenclau – sei Felix Krieger eine wirtschaftshistorische Auswertung von außergewöhnlichem Format gelungen, somit eine herausragende Abschlussarbeit mit weinhistorischem Bezug.
Besonders zu erwähnen ist, dass sich aus den Reihen der GGW das Ehepaar Dres. Sieh-Burens als Sponsor gemeldet und das Preisgeld für die erste Auflage dieses Förderpreises gestiftet hat.
Ansprechpartner GGW-Förderpreis:
Dr. Jürgen Sigler
GGW-Vizepräsident
Bildnachweis: Dr. Adolf Suchy


