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Vergari, Daniele; Scalacci, Roberto (Hrsg.):
Piero Antonio Micheli – Istoria delle Viti, che si coltivano nella Toscana.
[Piero Antonio Micheli – Geschichte der Reben, die man in der Toskana anbaut.]

Florenz, Italien: Associazione Giovan Battista Landeschi, Consorzio del Vino Chianti 2008.
288 Seiten, ca. 80 Abbildungen, Text in italienischer Sprache, ohne ISBN.
Nicht im Buchhandel erhältlich, aber zu beziehen über E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Auch in unserer Bibliothek der GGW vorhanden.

Anlässlich des 80-jährigen Bestehens des Konsortiums Vino Chianti haben die beiden Herausgeber die von Piero Antonio Micheli (1679-1737) im 18. Jahrhundert verfassten Manuskripte über die „Geschichte der Reben, die man in der Toskana anbaut“ transkribiert und herausgegeben. Micheli war zu seiner Zeit ein großer Naturwissenschaftler, dessen Interessen von der Botanik über die Mineralogie zur Geologie bis hin zur Paläontologie reichten.

In seiner Geschichte der Toskanischen Reben beschreibt er etwa 200 Sorten – zum Teil mit farbigen Zeichungen von Bartolomeo Bimbi. Er erklärt die Art ihres Anbaus in Verbindung mit den notwendigen Standortvoraussetzungen; in heutiger Terminologie würde man Terroir sagen. Ergänzt werden seine Ausführungen durch Hinweise zur Weinbereitung und Konservierung des Weines, „wie über lange Zeit Weine zu konservieren sind und über die Art und Weise, Weine zu machen und ihnen lange Haltbarkeit zu verleihen.“

Der Herausgabe dieses Werkes kommt nicht nur ein kultureller und wissenschaftlicher Wert bei, sie erlaubt auch eine Reflexion über die Geschichte und den Ursprung der Rebsorten bis ins 6. Jahrhundert. Ausführliche Anmerkungen, ein Anhang einiger von Micheli benutzten Quellen sowie ein Glossar Lateinisch-Italienisch bereichern dieses Werk.

Verfasser: W. Kettel und Gerhard Stumm
Aus: Mitteilung 3/2012