Herold, August Karl (1902-1973)

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August Herold

August Karl HEROLD – Diplomlandwirt, Rebenzüchter.
* 7.8.1902 in Neckarsulm;
† 8.1.1973 in Neckarsulm.
Vater: Josef Herold (1874−1918; Weingärtner);
Mutter: Josephine Benz (1876−1944);
Brüder: Josef, Eugen und Alois.
1930: Ehe mit Gertrud Keim (aus Stuttgart; * 1905); 2 Kinder.

1921 Reifeprüfung im Gymnasium in Ehingen (Donau).
1922−1925 Agrarstudium in Hohenheim mit Diplom.
1926−1928 Staatliche Weinbauverwaltung Naumburg (Saale) bei Dr. Erwin Wanner.
1928 Biologische Reichsanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Zweigstelle Rebenzüchtung in Naumburg (Saale) bei Dr. Carl Börner.
Am 1.8.1928 übernahm er die "Württembergische Anstalt für Rebenzüchtung und Rebenpfropfung" in Weinsberg.
1941−1948 Wehrdienst und russische Kriegsgefangenschaft.
Nach Heimkehr war er bis 31.12.1964 in seinem früheren Geschäftsbereich, der 1947 in die LVWO Weinsberg eingegliedert worden war, tätig.
Er hat mit der erhaltungszüchterischen Bearbeitung der wichtigsten alten württembergischen Qualitätsrebsorten, vor allem der Verklonung, unerlässliche Voraussetzungen für gesunde, reich und sicher tragende Rebenbestände geschaffen. Seiner wissenschaftlich fundierten Kreuzungszüchtung sind u.a. die wertvollen neuen Rebsorten Helfensteiner, Heroldrebe, Dornfelder und Kerner zu verdanken. Er leistete auch in der Rebenveredlung und der Klärung von Adaptionsproblemen Pionierarbeit.
Zur Deckung des ständig steigenden Bedarfes an Pfropfreben für den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg hat er maßgeblich beigetragen.

Ehrungen:
• 1930: Oekonomierat.
• 1960 wurde eine seiner Neuzüchtungen als Heroldrebe benannt.
• 1962: Oberlandwirtschaftsrat.
• 1965: Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande.
• In Neckarsulm erinnert ein Gedenkstein am nach ihm benannten Weinlehrpfad an sein Wirken.

Veröffentlichungen:
Viele Veröffentlichungen in Fachzeitschriften.

Quellen:
• Götz, G.; Hill, B.H.E.: Zum 100. Geburtstag von August Herold. In: Deutsches Weinbau-Jahrbuch, 2002 (53), S. 221-226.
Linsenmaier, O.: Nachruf.
Personalakte.
WIKIPEDIA

Autor:
Dr. agr. Otto Linsenmaier, Fellbach