Infos zur Weingeschichte

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"Reaktivierter Weinbau in Marburg und Umgebung"
Aufsatz von Robert Heiner

Der Aufsatz unseres Mitglieds Dr. Robert Heiner erschien in der "Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde" (ZHG), Band 119 (2014), S. 251–264.

Zum Inhalt:
+ Einleitung: Zur Geschichte des Weinbaus in Nordhessen
+ Zur Geschichte des Marburger Weinbaus
+ Ehemaliges Weinbaugelände des Deutschen Ordens in Marburg
+ Oberaspher "Hammelsberg", Gemeinde Münchhausen am Christenberg
+ Fazit

Link zur pdf-Datei


300 Jahre alte Baumkelter in der Wachau in Aktion

300 Jahre alte Baumkelter in der Wachau

Pressvorgang im Zeitraffer auf einer fast 300 Jahre alten Baumkelter im Nikolaihof in Mautern (Wachau):

Die Kelter wurde 1720 beim Aufmauern des Gewölbekellers für den ehemaligen Amtshof der Augustiner-Chorherren von St. Nicola in Passau eingebaut und ist bis heute unverändert intakt geblieben. 2005 wurde sie von den heutigen Besitzern des Hofes, der Familie Saahs, restauriert und wieder in Betrieb genommen. Seit dem Jahrgang 2007 werden dort wieder Weine auf diese zwar mühsame, jedoch für die Trauben schonende, nahezu meditative Art gepresst. Der Pressbaum wurde aus dem Stamm einer einzigen Ulme gefertigt und ist über zwölf Meter lang. Der Pressstein, der ca. zwei Tonnen wiegt, wird von Hand in die Höhe gedreht. Die Trauben werden über Nacht (ca. 10 Stunden lang) gepresst, wobei ein höherer Sauerstoffkontakt als bei modernen Pressen in Kauf genommen wird.

Link zu dem Video als Zeitrafferaufnahme


Einweihung des Blankenhornwegs in Karlsruhe-Durlach

Einweihung des Blankenhornwegs in Durlach
Foto: Christine Gustai / Durbacher.de

Karlsruhe ehrt Prof. Dr. Adolph Blankenhorn mit einem Straßennamen

Am Samstag, den 10. Mai 2014, wurde in Karlsruhe-Durlach oberhalb der früheren Rebenveredlungsanstalt und des heutigen Staatsweingutes Karlsruhe-Durlach eine neue Wegbezeichnung für Prof. Dr. Adolph Blankenhorn enthüllt. Dieser Blankenhornweg bildet die Fortsetzung des Wolfweges am Durlacher Turmberg und verläuft durch steile Rebanlagen mit Blick auf Durlach. Eröffnet wurde die Veranstaltung von der Durlacher Ortsvorsteherin Alexandra Ries und dem Vorsitzenden des Freundeskreises Pfinzgaumuseum und des Historischen Vereins Durlach, Günter Malisius. Der Initiator des Projektes Blankenhornweg, Manfred Bögle, vom Forum wirkstatt e.v. trug dann die Vorgeschichte dieses Ereignisses vor. Eine besondere Ehre gaben diesem Akt die beiden Urenkel Bernhard und Thomas Blankenhorn sowie dessen Tochter, die Urenkelin Laura Blankenhorn, welche auf diese Weise ihres namhaften Vorfahrens gedachten. Dr. Günter Schruft, ehemaliger Leiter des Staatlichen Weinbauinstituts Freiburg und Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Geschichte des Weines (s. Foto), skizzierte das Leben und Wirken von Prof. Dr. Adolph Blankenhorn, insbesondere seine Aufenthalte in Karlsruhe und seine Bedeutung für diese Stadt mit seinem Önologischen Institut, dessen Gebäude heute noch in Karlsruhe in der Baumeisterstraße 8 erhalten ist. Der Blankenhornweg stellt als schöner Aussichtsweg eine weitere Bereicherung der Badischen Weinstraße dar, die im Jahr 2014 auf 60 Jahre zurückblicken kann.


100 Jahre Müller-Thurgau
in Regensburg

Sondermarke 100 Jahre Müller-Thurgau

Im Jahre 1913 wurden in Deutschland die ersten Stöcke der Rebsorte Müller-Thurgau gepflanzt. Dies geschah im Auftrag des bayerischen Landesweinbauinspektors August Dern in der Rebenbeobachtungsstation Oberwinzer bei Regensburg.
Die Stadt Regensburg beging dieses 100-jährige Jubiläum mit der Herausgabe einer Sonderbriefmarke und dem Aufstellen einer Informationstafel .
Standort dieser Tafel: Regensburg, Ortsteil Winzer, am Kagerer Weg,
(auf halber Strecke des Feldweges nach Kager).

Weitere Infos:
Pressemitteilung der Stadt Regensburg vom 13.9.2013
• Broschüre von Theodor Häußler: 100 Jahre Müller-Thurgau in Regensburg. Beiträge zur Geschichte des Weinbaus in Altbayern, Nr. 15, April 2013, 16 Seiten.Erhältlich beim Förderverein BaierWeinMuseum


Wein Walk of Fame

walk-of-fame

walk-of-fame_2013

Die Winzergenossenschaft Deutsches Weintor hat einen Wein Walk of Fame (=Ehrenpfad des Weins) am Deutschen Weintor in Schweigen-Rechtenbach angelegt. Jede der 50 x 50 cm großen Platten aus Stahl und Bronze ist mit dem Namen des Geehrten sowie mit Traube und Rebblatt versehen und in den Boden eingelassen. Zusätzlich sind am Deutschen Weintor dreisprachige Schilder (siehe Foto links) mit den Kurzbiografien der Geehrten angebracht.
Seit der Einweihung am 23. April 2012 werden jährlich an diesem Tag weitere Persönlichkeiten oder Organisationen, die sich um Wein und Weinbau besonders verdient gemacht haben, mit einer Bodenplatte geehrt. Dieser Zeitpunkt ist kein Zufall: Wurde doch schon bei den alten Römern an diesem Datum der Tag der Vinalien (Weinfeste) gefeiert.
Im Jahr 2014 kam eine Ehrenplatte für den Apotheker und Winzer Johann Philipp Bronner (1792–1864) hinzu. Damit gibt es bereits neun solcher Bodenplatten, u.a. für Geheimrat Dr. Friedrich von Bassermann-Jordan (1872–1959), Benediktinermönch Pierre (Dom) Pérignon (1638–1715), Johann Seeger Ruland (1683–1745).
Dieser vermutlich weltweit einzige Wein Walk of Fame bezieht auch andere Weinbaunationen bewusst mit ein, um das Deutsche Weintor für Touristen noch attraktiver zu machen.