Gräter, Friedrich Johann (1882-1970)

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GRÄTER, Friedrich Johann, Diplomlandwirt, Landesökonomierat. * 6.10.1882 in Brachbach/Schwäb. Hall, † 10.11.1970 in Schwäb. Hall. Va.: Friedrich Johann David Gräter, Bauer (1844−1919); Mu.: Rosine Eva Thier (1856−1947), 8 Kinder. verh. 21.10.1920 mit Emma Mebus (1892−1945), 2 Kinder.

Bahnte sich durch Begabung, Strebsamkeit und Fleiß aus kleinbäuerlichen Verhältnissen von der Volksschule über die Weinbauschule Weinsberg 1905−06 und Höh. Landw.-Schule Weilburg/Lahn den Weg zum Landw.-Studium in Hohenheim. Nach Dipl.-Exam. wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der DLG, Redakteur beim Internationalen Landwirtschaftsinstitut in Rom, Generalsekretär des DWV, Kriegsdienst 1914−18, Landw. Lehrer in Heilbronn, Leitung des Lehr- und Versuchsweingutes Blankenhornsberg/Kaiserstuhl 1920−24, Führung eines Weingutes in Spanien bis 1928, Tätigkeit bei der Biologischen Reichsanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Zweigstelle Naumburg (Saale). 1928−45 Dir. der Württ. Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg. Seine durch gründliche Ausbildung, vielseitige Tätigkeiten und zahlreiche längere Auslandsaufenthalte umfassenden Kenntnisse und Erfahrungen verstand er mit pädagogischem Geschick Schülern und Praktikern zu vermitteln. Hat zum guten Ruf der "ehemaligen Weinsberger" im deutschen Weinbau als Betriebsleiter und Verwalter entscheidend beigetragen. Führte in Weinsberg den Weinbauwinterlehrgang ein und erwarb das Weingut Burg Wildeck. G. hat sich in mannigfacher Weise erfolgreich um Verbesserung der Weinqualität bemüht. Wissen, Können, höchste Ansprüche an sich selbst, eine spartanische Lebenshaltung, Pünktlichkeit und Bescheidenheit, wozu er auch seine Schüler erzog, und ein lauterer, unbestechlicher Charakter verschafften ihm Respekt und Anerkennung.

Veröffentlichungen: Zahlreiche Veröffentlichungen in nationalen u. internationalen Fachzeitschriften.

Literatur: Autobiographie.

Autor: Li.