Adelmann von Adelmannsfelden, Raban Graf (1912-1992)

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Raban Adelmann

Raban Graf Adelmann von Adelmannsfelden − Jurist, Diplomat, Politiker, Weingutsbesitzer, Historiker.
* 28.9.1912 in Düsseldorf;
† 25.1.1992 auf Burg Schaubeck.
Vater: Dr. Sigmund Graf Adelmann, Regierungspräsident;
Mutter: Irma Freiin von Hake.
1941 Ehe mit Franziska Klippgen; 4 Kinder.

1921–1930 Besuch des Gymnasiums in der Krenzgasse in Köln.
1930–1934 Studium der Rechtswissenschaften und Geschichte in Bonn und Köln.
1931/32 als Austauschstudent in den USA.
1935–1937 Referendar im Gerichtsdienst.
1937–1941 im diplomatischen Dienst beim Auswärtigen Amt in Berlin, Prag und Rio de Janeiro.
1942–1945 Wehrdienst bei der Luftwaffe.

1935 Übernahme des von einem Onkel geerbten Weingutes "Brüssele" samt einem landwirtschaftlichen Betrieb in Kleinbottwar (Württemberg).
1952 CDU-Landtagskandidat für die verfassungsgebende Landesversammlung Baden-Württemberg und 1953 für den Deutschen Bundestag.
1953–1959 Gemeinderat in Kleinbottwar und im Kreistag von Ludwigsburg.
1957–1961 Mitglied im Deutschen Bundestag (im Verteidigungs- und Auswärtigen Ausschuss).
1960–1961 NATO-Parlamentarier beim Europarat in Straßburg sowie der WEU.
1962–1967 Informationsdirektor bei der NATO in Paris als Gesandtschaftsrat I. Klasse.
Ab 1970 Kreisvorsitzender der CDU im Landkreis Ludwigsburg.
1969–1985 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Weingüter Württemberg-Baden bzw. des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter.
1972–1985 Vorstandsmitglied beim Weinbauverband Württemberg e.V.
1978 Übergabe des renommierten Weingutes "Brüssele" an Sohn Michael Graf Adelmann.
Er war eine vorbildliche, engagierte und liebenswürdige Persönlichkeit des heimischen Weinbaus, in Wort und Schrift, nach außen und innen.

Ehrungen:
• 1972 Bundesverdienstkreuz Erster Klasse;
• 1979 Goldene Ehrennadel des Weinbauverbandes Württemberg e.V.;
• 1982 Verleihung des Ehrenpokals des Weinbauverbandes Württemberg e.V.;
• 1985 Ehrenmitglied des Weinbauverbandes Württemberg e.V.

Veröffentlichungen:
• Die Geschichte des Württembergischen Weinbaus. Schriften zur Weingeschichte, Nr. 8, Wiesbaden 1962.
• Das Lied vom Wein. Urs-Graf-Verlag, 1968.
• 150 Jahre Weinbauverband Württemberg e.V. Festschrift 1976.
Diese und weitere Veröffentlichungen – siehe Weinbibliographie [Schoene3]

Quellen:
• Angaben der Familie;
• Weinbauverband Württemberg;
• diverse Presseartikel.

Autor:
Richard Hachenberger, Vaihingen