Heuckmann, Wilhelm (1897-1954)

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HEUCKMANN, Wilhelm, Dr. agr. Oberlandwirtschaftsrat, Generalsekretär des Deutschen Weinbauverbandes. * 14.5.1897 in Kleve, † 1.5.1954 in Bonn. Va.: war Oberlehrer. Verheiratet, 1 Tochter.

Nach Teilnahme am Ersten Weltkrieg Praktikum im Weinbau, anschl. Studium des Weinbaues und der Kellerwirtschaft an der Lehr- und Forschungsanstalt in Geisenheim. Von 1922 an Studium der Landwirtschaft an der Landw. Hochschule in Bonn, dort auch Promotion. Es folgten Einarbeitungsjahre an der Rebenveredlungsanstalt in Oberlahnstein. 1931 wurde ihm die Leitung der Staatl. Rebenveredlungsanstalt Bernkastel-Kues übertragen. 1935 Ruf an die Weinbauabteilung des Reichsnährstandes in Berlin, wo ihm bald die Leitung der Abteilung übertragen wurde. Im Herbst 1939 organisierte er in Bad Kreuznach die Lehr- und Sonderschauen des Internationalen Weinbaukongresses (nebst Tagung des OIV), der wegen des Kriegsausbruches am Vorabend abgebrochen werden musste. Nach dem Kriege war Heuckmann vorübergehend auf dem Weingut Wirth in Wöllstein, Rheinhessen, dann bei der Bezirksregierung in Koblenz tätig. Im Dez. 1948 übernahm er die Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Weinbauverbände in Frankfurt am Main. Bei der Wiederbegründung des Deutschen Weinbauverbandes am 31.5.1950 wurde Heuckmann zum Generalsekretär berufen, eine Aufgabe, die er mit großem Geschick und Engagement in Bonn wahrnahm. Unter äußerst schwierigen Bedingungen gelang ihm die Ausrichtung der Weinbaukongresse 1950 in Bad Kreuznach und 1952 in Freiburg mit reichhaltigen Lehr- und Industrieschauen. Dank seiner Organisationskunst und Schaffenskraft wurden sie ein großer Erfolg. Ein schweres Leiden setzte seinem Leben ein frühes Ende.

Veröffentlichungen: Die privat- und volkswirtschaftliche Bedeutung der Rebenveredlung, Verlag Meininger, Neustadt/W., 1952, 160 S. − Der Deutsche Weinbau, Deutsches Weinbau-Jahrbuch, 1954, S. 32. − Grundstücksbewegung und Grundstücksmarkt des Weinlandes im Rheingau. Diss. Bonn 1928.

Literatur: Deutsches Weinbau-Jahrbuch, 1955.

Autor: Cl.