Die Gesellschaft

Aufgaben und Ziele

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Die Gesellschaft für Geschichte des Weines hat zwei Ziele, die in der Satzung einträchtig nebeneinander stehen, aber zugleich das Verhältnis von Ursache und Wirkung haben: Sie will durch die Erforschung der Geschichte des Weines das allgemeine historische Bewusstsein vertiefen.

In dieser Zielsetzung spiegelt sich die Gewissheit, dass die Weinkultur ein Teilbereich der abendländischen Geschichte ist, der sich nicht auf die Vergangenheit beschränkt, sondern auch unserer Gegenwart Wesentliches zu geben vermag.

Die Gesellschaft für Geschichte des Weines hat das Bestreben, all jene zu vereinen, die sich dem Wein verbunden fühlen und sich in besonderem Maße für seine Geschichte interessieren. Sie führt im Zusammenwirken mit Behörden, den Versuchs- und Lehranstalten für Weinbau, den Bibliotheken, Archiven, Museen und Fachverlagen und in freundschaftlicher Verbundenheit mit den Verbänden des Weinbaus, des Weinhandels, der Schaumweinkellereien und Weinbrennereien ein strenges wissenschaftliches Programm durch. Zugleich sucht sie durch Pflege weinfroher Geselligkeit unter ihren Mitgliedern einen bescheidenen Beitrag zu leisten, damit die Weinkultur wieder ein lebendiger und selbstverständlicher Bestandteil des Kulturlebens unserer Zeit werde.

Mitglied der Gesellschaft kann jeder Freund des Weines werden. Besonders willkommen ist, wer zu den wissenschaftlichen Forschungen der Gesellschaft beizutragen bereit ist. Sie umfassen die Geschichte des Weines und des Schaumweines bei den verschiedenen Völkern, das Brauchtum um den Wein, motivische Darstellungen des Weines und der Traube, die Gesetzgebung um den Wein und viele andere Bereiche, in denen der Wein in Verbindung mit menschlichem Leben und Handeln Bedeutung gewonnen hat.

Die Forschungsergebnisse werden den Mitgliedern in den bisher über 160 erschienenen "Schriften zur Weingeschichte" zugänglich gemacht, die diese kostenlos erhalten. Darüber hinaus können weitere Exemplare zu den im Schriftenverzeichnis angegebenen Preisen bezogen werden.

Mit Unterstützung der Mitglieder konnte eine Reihe wertvoller Sammlungen aufgebaut werden. Unter anderem eine wissenschaftliche Bibliothek, die von der Forschungsanstalt Geisenheim verwaltet wird. Sie ist allen Mitgliedern zugänglich, dient aber zugleich Lehr- und Forschungszwecken. Weiterhin eine Sammlung von Münzen und Medaillen mit Weinmotiven (in Dauerausleihe im Museum für Weinkultur in Deidesheim), eine Weinetikettensammlung, eine Sammlung von Briefmarken und Ex-Libris sowie eine Sammlung von Weinkarten der Gastronomie.

Den Kontakt zu den Mitgliedern sichern jährlich drei bis vier Mitteilungen mit Buchbesprechungen. Sie berichten auch über die jährlichen Veranstaltungen. Neben der Jahrestagung und Mitgliederversammlung im April/Mai findet in der Regel auch eine Herbstveranstaltung statt. Die Veranstaltungen dienen wissenschaftlichen Vorträgen, dem Kennenlernen der Weinlandschaften und ihrer kulturhistorischen Überlieferungen sowie der Begegnung mit dem Wein und der Pflege der Geselligkeit mit den Weinfreunden.

Die Mitgliedschaft wird durch Abgabe einer vorgedruckten Beitrittserklärung an den Geschäftsführer und deren Bestätigung sowie Zahlung des Mitgliedsbeitrages erworben.