Christoffel, Karl (1895-1986)

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CHRISTOFFEL, Karl, Dr. phil., Dr. rer. pol., Historiker, Schriftsteller und Weinpoet. * 29.1.1895 in Ürzig/Mosel, † 2.7.1986 ebd.

Entstammte einer alteingesessenen Ürziger Winzerfamilie. Studierte Philologie und Wirtschaftswissenschaften in Münster und Köln, promovierte 1922 zum Dr. phil. mit "Geschichte des Weinbaues der Abtei St. Maximin in Trier vom 7. bis 18. Jahrhundert" und 1923 zum Dr. rer. pol. mit "Die Kurtrierische Weinbau- und Weinhandelspolitik seit dem 16. Jahrhundert". Er war zunächst im Schuldienst tätig, u.a. Leiter einer Heeresfachschule, und kehrte nach dem Kriege in das elterliche Weingut zurück. Als Mitbegründer der CDU war er von 1946−59 Mitglied des Landtages von Rheinland-Pfalz und Vorsitzender des kulturpolitischen Ausschusses und des Rundfunkrates des Südwestfunks. Als Historiker, Germanist und Romanist hat er die Weinliteratur sehr bereichert. "Trost und Weisheit des Weines", "Weinwallfahrt durchs Moselland", "Moselland − Rebenland" (1975), "Wein-Lesebuch" (1977), "Der Wein in Goethes Leben und Dichtung" (1978), "Kulturgeschichte des Weines" (1981) und weitere Arbeiten über die Namensherkunft der Weinbergslagen krönen seine schriftstellerische Arbeit. Er war Ehrenmitglied der Gesellschaft für Geschichte des Weines, Gründungsmitglied und erster Bruderschaftsmeister der Weinbruderschaft Mosel-Saar-Ruwer von 1970−71, danach Ehrenbruderschaftsmeister, Träger des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland und Inhaber des Weinkulturpreises 1961.

Literatur: Arntz, H.: Nachruf Dr. phil., Dr. rer. pol. Karl Christoffel, Mitteilungen der Gesellschaft für Geschichte des Weines Nr. 3/1986. − Dünnweg, G.: Nachruf Dr. Dr. Karl Christoffel, Mosel-Anruf Nr. 25, 1986/87.

Autor: Fa.